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Zukunftsforum

Das Liesborner Zukunftsforum
Wilhelm Plümpe

Auf der Mitgliederversammlung des Heimatvereins Liesborn e.V. am 30. November 2001 schlug Bürgermeister Herbert Gövert vor, ein Zukunftsforum für Liesborn nach dem Vorbild des Ortsteils Diestedde ins Leben zu rufen. Er bat dabei den Heimatverein, die Organisation zu übernehmen.

Sinn und Ziel des Zukunftsforums Liesborner Prägung sollte sein, den Bürgerinnen und Bürgern eine Organisationsform zu geben, in der sie sich selbst Gedanken über die zukünftige Entwicklung ihres Dorfes machen können. Dies sollte weitgehend ohne die Mitwirkung der Mitglieder des Rates und der Verwaltung der Gemeinde Wadersloh geschehen. Kompetente Unterstützung bekam diese Initiative allerdings durch das Planungsbüro Wolters & Partner aus Coesfeld. Nach der ersten Bürgerversammlung im Liesborner Klosterhof am 16. September 2002 fanden unzählige Sitzungen und Ortsbegehungen in vier Arbeitskreisen und der Lenkungsgruppe statt. Dabei wurde ein Katalog erstellt, der alle gewünschten Maßnahmen als so genanntes „Liesborner Papier“ zusammenfasst. Er stellt eine Agenda dar, der die gewünschte Entwicklung, die Leitlinie zur Dorfentwicklung Liesborns, bis 2010 vorzeichnet. Nach Möglichkeit sollen die Gremien der Gemeinde diesen Aufgabenkatalog als internen Selbstbindungsplan beschließen.
Im Rahmen einer Bürgerversammlung am 17. Nov. 2003 wurde das „Liesborner Papier“ unter großer Anteilnahme der beteiligten Bürgerinnen und Bürger verabschiedet.

Hier einige Anregungen und Wünsche aus diesem Papier:
Arbeitskreis Dorfgestaltung: Der Wunsch nach mehr Bauplätzen wurde sehr deutlich. Die Industriebrache Kemper war ebenso ein großes Thema wie die Pläne über das Forsthaus Krumme. Weiter wurden zahlreiche Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und vieles mehr angeregt.
Arbeitskreis Arbeit und Gewerbe: Hier standen eher die Sicherung des Geschäftsstandortes Liesborn und die Ansiedlung weiterer Gewerbebetriebe, verbunden mit dem Wunsch nach Arbeitsplätzen vor Ort sowie die Einrichtung eines Cafés mit einem Museumsshop im Vordergrund.
Arbeitskreis Freizeit: Die Mitglieder dieser Gruppe wollten lieber heute als morgen ein Strandbad am Baggersee in Dorfnähe, die Minimierung der Unfallschwerpunkte, eine Intensivierung der Identifikation der Liesborner selbst mit ihrem Kulturstandort und die Förderung des Fremdenverkehrs.
Arbeitskreis Soziales: Die Teilnehmer monierten, dass die Einkaufsmöglichkeiten vor Ort vor allem für alte Menschen nicht ausreichen. Weiter wurde kritisiert, dass bei allem Lob für die kirchliche Jugendarbeit und dem Engagement des Sportvereins zu wenig für die ungebundenen Jugendlichen angeboten wird.

Etliche Wünsche und Forderungen sind in der Zwischenzeit erfüllt worden, so dass das Liesborner Papier als Erfolg anzusehen ist. Mit der Ansiedlung des Nahversorgers K+K an der Lippstädter Straße und der Ausweisung ausreichender Bauplätze sowie die Aufnahme konkreter Renovierungsmaßnahmen am Forsthaus Krumme wurden Kernforderungen erfüllt. Gleichwohl gibt es noch viel zu tun, so dass die Verantwortlichen des Liesborner Zukunftsforums weiterhin tätig sind und sich nun mit den Perspektiven bis 2020 beschäftigen. Die wichtigste Aufgabe wird dabei die Suche nach einem Arzt oder einer Ärztin sein. Aus diesem Grund hat der Heimatverein bereits mehrere kostenintensiven Werbekampagnen in Ärzteblättern oder im Internet gestartet.

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Ein weiteres Anliegen des Zukunftsforums ist die Verbesserung der Freizeitangebote. Ganz oben auf dieser Agenda steht die Errichtung eines Strandbades an einem der vorhandenen Baggerseen in Dorfnähe.
Ebenso hat sich das Zukunftsforum mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auseinander zu setzen. Im Vordergrund aller Anstrengungen muss die Steigerung der Attraktivität Liesborns und der gesamten Gemeinde Wadersloh stehen. Nur dann kann man hoffen, dass auch in Zukunft eine gute Infrastruktur mit Kindergärten, Schulen, sozialen Einrichtungen, Arbeitsplätzen usw. vorgehalten werden kann.